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Planung & Produktion

Whiteboard-Erklärvideo: Wenn aus einer komplizierten Leistung eine verständliche Geschichte wird

Wann passt ein Whiteboard-Erklärvideo zu deinem Unternehmen? Mit verständlichen Beispielen, einem Szenenplan und Tipps für einen klaren, bezahlbaren Film.

Capri Video · Aktualisiert am · 7 Min. Lesezeit

Beispiel: Was ein Versicherungsmakler anders macht

Unser Beispielvideo im Whiteboard-Stil für Stöver, Hermann & Partner in Bremen: Es erklärt den Unterschied zwischen Vertreter und Makler, die Analyse vor dem Marktvergleich und wie der Makler bezahlt wird.

Beispielvideo für ein echtes Unternehmen. Leistungen und Vergütung sind das Angebot von Stöver, Hermann & Partner; das Video ist keine Versicherungsberatung.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Whiteboard-Erklärvideo passt, wenn Kunden zuerst einen Ablauf verstehen sollen, etwa eine Dienstleistung, die sich schwer mit einem Produktfoto zeigen lässt.
  • Sollen Kunden Materialien, Oberflächen oder konkrete Klickwege beurteilen, helfen echte Produktaufnahmen oder eine Aufnahme der tatsächlichen Oberfläche meist mehr.
  • Für einen ersten Entwurf kannst du etwa eine Minute als Arbeitsrahmen nutzen und dich auf einen einzelnen Ablauf konzentrieren.
  • Eine zeichnende Hand ist nicht nötig, und der Whiteboard-Stil allein macht einen Film nicht automatisch günstiger als andere Animationen.

Manche Erklärungen werden sofort einfacher, sobald jemand einen Stift nimmt. Ein Haus. Drei Schritte. Ein Pfeil zum nächsten Termin. Plötzlich lässt sich ein Ablauf verfolgen, für den vorher ein langer Absatz nötig war.

Ein Whiteboard-Erklärvideo nutzt genau dieses Prinzip. Zeichnungen und kurze Begriffe erscheinen nach und nach auf einer meist hellen Fläche. Eine Stimme führt durch die Geschichte. Die Zuschauer sehen, wie die Erklärung entsteht.

Für kleine Unternehmen kann das eine passende Form sein, um Dienstleistungen, Abläufe und häufige Kundenfragen zu erklären. Besonders dann, wenn der Nutzen deiner Arbeit im Alltag liegt und sich schwer mit einem einzelnen Produktfoto zeigen lässt.

Person skizziert einen Ablauf auf einem Whiteboard.
Eine Zeichnung kann zeigen, wie einzelne Schritte zusammenhängen. Symbolfoto: Startup Stock Photos / Pexels. Bild ansehen und herunterladen.

Was ist ein Whiteboard-Erklärfilm?

Ein Whiteboard-Erklärfilm stellt Inhalte mit einfachen Illustrationen dar, die schrittweise eingeblendet oder wie gezeichnet aufgebaut werden. Manche Filme zeigen eine zeichnende Hand, andere arbeiten nur mit der entstehenden Grafik.

Die Optik erinnert an eine Erklärung auf einer Tafel. Die Umsetzung kann vollständig digital erfolgen. Der Eindruck einer Handzeichnung sagt also noch nichts darüber aus, wie ein Film produziert wurde.

Gut funktioniert der Stil, wenn jede neue Zeichnung die Erklärung weiterführt: Eine Kundin stellt eine Anfrage, ein Termin wird vereinbart, eine Leistung wird erbracht. Die Bilder machen Beziehungen und Reihenfolgen sichtbar.

Ein konkretes Stilbeispiel findest du in unserem deutschen Whiteboard-Beispielvideo, mit deutschen Untertiteln. Es zeigt, wie eine Dienstleistung durch eine Kundensituation und klare nächste Schritte verständlich wird. Das Video ist eine illustrative Stil-Demo.

Für welche Unternehmen passt der Stil?

Whiteboard-Videos können besonders nützlich sein, wenn Kunden zuerst einen Ablauf verstehen möchten.

Bei Bedarf seitlich wischen, um die ganze Tabelle zu lesen.

UnternehmenMögliche Frage im FilmGeeignete Bildidee
PflegedienstWie läuft die erste Kontaktaufnahme ab?Telefon, Gespräch und ein gemeinsam besprochener Plan.
GebäudereinigungWie kommen wir zu einem passenden Reinigungsplan?Räume, Aufgaben und ein Kalender.
FensterbauerWelche Schritte gehören zum Fenstertausch?Haus, Aufmaß, Termin und Montage.
IT-DienstleisterWie läuft die Einrichtung neuer Arbeitsplätze ab?Mitarbeitende, Geräte und eine schrittweise Einrichtung.
BuchungssoftwareWie wird aus einer Anfrage ein bestätigter Termin?Formular, Kalender und Bestätigung.

Das sind Themenideen, keine Versprechen über einzelne Anbieter. Der Film muss immer den tatsächlichen Ablauf deines Unternehmens zeigen.

Wann ein anderes Format mehr zeigt

Wenn Kunden Oberflächen, Materialien oder eine konkrete Verarbeitung beurteilen sollen, sind echte Bilder häufig hilfreich. Ein Küchenstudio kann mit einem Whiteboard-Film seinen Beratungsprozess erklären. Für die Maserung einer Arbeitsplatte braucht es passende Produktaufnahmen.

Ähnlich ist es bei Software. Ein Whiteboard kann den Nutzen einer automatisierten Terminplanung veranschaulichen. Wenn Nutzer lernen sollen, welchen Knopf sie drücken müssen, ist eine Aufnahme der tatsächlichen Oberfläche sinnvoll.

Frage dich daher: Muss der Zuschauer eine Idee verstehen, einen Ablauf nachvollziehen oder ein sichtbares Detail prüfen? Die Antwort führt dich zum geeigneten Format.

Ein Beispiel: sechs Szenen für eine Gebäudereinigung

Angenommen, eine Reinigungsfirma möchte erklären, wie sie mit einem neuen Bürokunden zusammenarbeitet. Der Film könnte so aussehen:

Bei Bedarf seitlich wischen, um die ganze Tabelle zu lesen.

SzeneWas zu sehen istBeispiel für den Sprechertext
1. AlltagSchreibtische, Besprechungsraum und Küche.„Jedes Büro wird anders genutzt. Deshalb beginnt ein sinnvoller Reinigungsplan mit einem Blick auf euren Alltag.“
2. BedarfDrei markierte Räume.„Wir besprechen, welche Räume dazugehören und welche Aufgaben regelmäßig anfallen.“
3. PlanungEin Kalender mit markierten Zeitfenstern.„Dann stimmen wir gemeinsam ab, wann die Reinigung zu euren Abläufen passt.“
4. VereinbarungEine kurze Aufgabenliste.„Die vereinbarten Leistungen werden übersichtlich festgehalten. So ist klar, was erledigt werden soll.“
5. KontaktZwei Personen im Gespräch.„Wenn sich euer Bedarf verändert, besprecht ihr die Anpassung mit eurem Ansprechpartner.“
6. Nächster SchrittGebäude und Kontaktfeld.„Erzählt uns von eurem Büro. Gemeinsam klären wir, welcher Umfang für euch sinnvoll ist.“

Dieses fiktive Beispiel zeigt die Logik eines Szenenplans. Es sollte vor der Produktion an die tatsächlich angebotenen Leistungen angepasst werden. Der Sprechertext erklärt den Ablauf; die Zeichnungen geben jeder Aussage einen sichtbaren Anker.

So bleibt ein Whiteboard-Erklärvideo angenehm anzusehen

Gib jeder Szene eine klare Aufgabe

Wenn gleichzeitig fünf Symbole, drei Pfeile und ein langer Satz erscheinen, muss der Zuschauer selbst sortieren. Baue die Szene in der Reihenfolge auf, in der du den Inhalt erklärst. Neue Informationen sollten dort erscheinen, wo der Blick sie leicht findet.

Lass Bilder einen Teil der Erklärung übernehmen

Ein Kalender kann für die Terminplanung stehen. Eine Liste kann vereinbarte Aufgaben zeigen. Dadurch braucht der Sprecher weniger Beschreibung und kann sich auf den Zusammenhang konzentrieren.

Prüfe aber, ob das Symbol eindeutig ist. Ein Häkchen kann „erledigt“, „geprüft“ oder „enthalten“ bedeuten. Der Kontext muss erkennen lassen, was gemeint ist.

Nutze Farbe mit einer Aufgabe

Eine Markenfarbe kann wichtige Schritte hervorheben oder die nächste Handlung markieren. Wenn jedes Element gleich auffällig ist, geht diese Orientierung verloren. Eine ruhige Gestaltung passt gut zur schrittweisen Erklärung.

Plane Text für kleine Bildschirme

Lange Stichpunktlisten wirken auf einem großen Monitor vielleicht noch lesbar. Auf einem Smartphone wird daraus schnell Kleingedrucktes. Beschränke eingeblendete Begriffe auf das, was beim Verstehen hilft, und prüfe den Film in der vorgesehenen Größe.

Wie viel Geschichte passt in den Film?

Ein einzelner Ablauf ist ein guter Ausgangspunkt. Für einen ersten Entwurf kannst du etwa eine Minute als Arbeitsrahmen nutzen. Entscheidend ist anschließend der gesprochene Text: Bleibt genug Zeit, die Bilder zu erfassen?

Falls der Film gleichzeitig Leistungen, Team, Unternehmensgeschichte und sämtliche Vorteile erklären soll, lohnt es sich, Themen zu trennen. Ein Video über den Einstieg kann auf der Leistungsseite stehen. Weitere Antworten finden ihren Platz später im Kundengespräch oder in einem eigenen Beitrag.

Hand plant Zeichnungen auf einem Storyboard-Blatt.
Ein Szenenplan hilft, bevor die erste Zeichnung animiert wird. Foto: Ron Lach / Pexels. Bild ansehen und herunterladen.

Was du für die Anfrage vorbereiten kannst

Schreibe die Frage auf, die dein Film beantworten soll. Notiere dann den tatsächlichen Ablauf in wenigen Schritten. Ergänze die Zielgruppe, deinen gewünschten Ton und die Handlung am Ende.

Für das Reinigungsbeispiel wäre das: „Wir möchten Büroverantwortlichen zeigen, wie sie mit uns einen passenden Reinigungsplan vereinbaren. Der Film soll freundlich und sachlich klingen und zu einer Anfrage führen.“

Damit kann eine Agentur prüfen, wie sich deine Geschichte in einem Whiteboard-Format erzählen lässt. Besprich bei dieser Gelegenheit auch Stimme, Sprache und Einsatzort.

Mit sieben konkreten Fragen kannst du dein Erklärvideo-Projekt vorbereiten.

Häufige Fragen zu Whiteboard-Erklärfilmen

Ist eine zeichnende Hand notwendig?

Nein. Auch ohne sichtbare Hand kann eine Zeichnung Schritt für Schritt entstehen. Wichtiger ist, dass der Aufbau der Bilder den Inhalt verständlich macht.

Ist Whiteboard immer günstiger als andere Animation?

Der Stil allein bestimmt den Aufwand nicht. Länge, individuelle Illustrationen, Detailgrad und zusätzliche Fassungen spielen ebenfalls eine Rolle. Ein vorhandenes Format kann die Umsetzung vereinfachen; aufwendige Einzelzeichnungen brauchen entsprechend mehr Arbeit.

Eignet sich ein Whiteboard-Video für seriöse Dienstleistungen?

Ja, wenn Sprache, Stimme und Gestaltung zur Zielgruppe passen. Klare Zeichnungen können einen Ablauf ruhig erklären. Verspielte Figuren oder übertriebene Effekte sind dafür nicht erforderlich.

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