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Videos im Vertrieb: Deine Erklärung soll weiterkommen

Gib Interessenten eine Erklärung, die sie intern teilen können. So planst du Vertriebsvideos für Erstgespräch, Rückfragen und die interne Kaufentscheidung.

Capri Video · Aktualisiert am · 6 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Vertriebsvideo gibt deinem Ansprechpartner eine verständliche Erklärung mit, die er intern teilen kann, wenn er das Thema ohne dich vorstellt.
  • Wähle für den ersten Film eine Frage, an der Gespräche regelmäßig hängen bleiben, statt eine vollständige Produktpräsentation zu verfilmen.
  • Jeder Gesprächsschritt braucht einen anderen Film: ein kurzes Problemvideo vor dem Erstkontakt, einen Ablauffilm nach dem Erstgespräch, eine Einwandantwort vor dem Angebot.
  • Leg mit dem Vertriebsteam fest, in welchem Gesprächsschritt der Film eingesetzt wird, und ergänze ihn um eine kurze persönliche Nachricht.
  • Ein Aufruf allein ist kein Kaufinteresse, frag den Vertrieb deshalb nach einigen Einsätzen, welche Fragen der Film beantwortet hat.

Im Gespräch ist der Nutzen klar. Dein Ansprechpartner nickt, stellt gute Fragen und möchte das Thema intern vorstellen. Dort beginnt die Erklärung noch einmal – oft ohne dich.

Ein Video zur Vertriebsunterstützung gibt ihm etwas Brauchbares mit: eine kurze, verständliche Darstellung des Problems, deiner Lösung und ihres Nutzens. Es kann helfen, dass im nächsten Gespräch alle über dasselbe Angebot sprechen.

Welcher Teil des Verkaufs braucht eine Erklärung?

Ein allgemeiner Unternehmensfilm ist nicht für jede Rückfrage die richtige Antwort. Höre auf die Stellen, an denen Gespräche regelmäßig hängen bleiben. Müssen Interessenten den Ablauf einer Einführung verstehen? Den Unterschied zwischen zwei Leistungen? Oder die Zusammenarbeit mit ihrem vorhandenen Team?

Wähle für den ersten Film eine dieser Fragen. Ein Video, das einen bestimmten Einwand sauber beantwortet, lässt sich im passenden Moment leichter einsetzen als eine vollständige Produktpräsentation.

Unser Ratgeber zur internen Kaufentscheidung betrachtet die Weitergabe an weitere Entscheider. Hier geht es darum, daraus ein verwendbares Werkzeug für den Vertriebsalltag zu machen.

Ein echtes Beispiel: die Erklärung vor dem Beratungsgespräch

So sieht das umgesetzt aus. Unser Beispielfilm für Stöver, Hermann & Partner, einen Versicherungsmakler aus Bremen, beantwortet die Frage, die dort vor fast jedem Erstgespräch steht: Was macht ein Makler eigentlich anders als ein Versicherungsvertreter?

Beispielvideo von Capri Video für Stöver, Hermann & Partner. Leistungen und Vergütung sind das Angebot des Maklers; das Video ist keine Versicherungsberatung.

Der Film erklärt den Unterschied zwischen Vertreter und Makler, die Analyse vor dem Marktvergleich und wie der Makler bezahlt wird. Damit nimmt er dem ersten Gespräch genau die Grundsatzerklärung ab, die sonst jedes Mal Zeit kostet – und Interessenten kommen vorbereitet an. Dasselbe Muster funktioniert für jede beratungsintensive Leistung: Beantworte die eine Frage, die sonst am Anfang jedes Gesprächs steht. Mehr zu diesem Einsatz zeigt die Seite zu Erklärvideos für Versicherungsmakler.

Ein Beispiel für einen Film nach dem Erstgespräch

Ein Dienstleister übernimmt die Bearbeitung eingehender Anfragen. Im Erstgespräch kommt häufig die Frage auf, ob das Kundenteam die Kontrolle behält. Der Film folgt deshalb einer Anfrage: Eingang, Zuordnung, Bearbeitung und Rückmeldung. Er zeigt ausdrücklich, an welcher Stelle der Kunde entscheiden muss.

Das Beispiel macht die Leistung prüfbar. Statt „nahtloser Zusammenarbeit“ sehen Interessenten, wer wann handelt. Welche Teile dein Unternehmen tatsächlich übernimmt, muss im Skript genau stimmen.

Welches Video gehört in welchen Gesprächsschritt?

Der häufigste Fehler ist ein einziger Film, der in jeder Phase verschickt wird. Nützlicher ist je Schritt eine eigene, kleine Aufgabe:

Bei Bedarf seitlich wischen, um die ganze Tabelle zu lesen.

GesprächsschrittAufgabe des FilmsTypische Länge
Vor dem ErstkontaktDas Problem benennen, das ihr löst, damit der Termin zustande kommt30–60 Sekunden
Nach dem ErstgesprächDen besprochenen Ablauf zeigen, zum internen Weitergeben60–90 Sekunden
Vor dem AngebotDen einen wiederkehrenden Einwand beantworten45–90 Sekunden
Im EntscheidungsgremiumKernnutzen für Mitentscheider ohne Vorwissen zusammenfassen60–90 Sekunden
Nach dem AbschlussDie ersten Schritte der Zusammenarbeit erklären60–120 Sekunden

Nicht jedes Feld braucht sofort einen Film. Beginne dort, wo dein Vertrieb heute am meisten Zeit mit Wiederholen verbringt. Richtwerte zur Länge begründet der Beitrag Wie lang sollte ein Erklärvideo sein?

Gib dem Vertrieb einen klaren Einsatzpunkt

Lege mit dem Team fest, wann der Film hilfreich ist. Zum Beispiel nach einer bestimmten Frage im Erstgespräch oder zusammen mit einer Zusammenfassung vor dem Angebot. Ergänze eine kurze persönliche Nachricht: „Hier siehst du den Freigabeschritt, über den wir gesprochen haben.“

Auf der Zielseite sollten die nächste Kontaktmöglichkeit und passende Vertiefungen stehen. Ein Zuschauer, der den Ablauf bereits verstanden hat, braucht vielleicht ein Produktbeispiel oder Details zu seinem Einsatzbereich. Ein anderer möchte direkt eine offene Frage besprechen. Wie Website und Vertrieb dabei zusammenspielen, zeigt der Ratgeber zum Einsatz auf Website und im Vertrieb.

Wird derselbe Film in jeder Nachricht verschickt, verliert er seine Aufgabe. Hilf dem Team zu erkennen, welche Kundenfrage er beantwortet – ein Satz in der Vertriebsnotiz genügt.

Auch die Form des Versands entscheidet mit, ob der Film gesehen wird:

  • Link statt Anhang. Eine große Videodatei bleibt in Spamfiltern hängen; ein Link auf eine eigene Seite mit dem Film kommt an und lässt sich intern weiterleiten.
  • Ein Standbild mit Play-Symbol in der E-Mail macht klar, dass hinter dem Link ein kurzer Film steckt und kein Dokument.
  • Länge dazuschreiben. „90 Sekunden“ in der Mail senkt die Hürde, jetzt zu klicken statt später nie.
  • Dieselbe Seite für alle. Wenn der Vertrieb immer auf dieselbe Filmseite verlinkt, siehst du gesammelt, ob und wann geschaut wird.

Wie hilft ein Video bei der internen Kaufentscheidung?

Im B2B entscheidet selten eine Person allein. Dein Ansprechpartner muss Geschäftsführung, IT oder Einkauf überzeugen – Menschen, die beim Gespräch nicht dabei waren und deine Unterlagen quer lesen.

Für diesen Moment ist ein Film oft das brauchbarste Anhängsel einer E-Mail: Er setzt kein Vorwissen voraus, dauert 90 Sekunden und erklärt denselben Stand für alle. Besonders dort, wo die Leistung erklärungsbedürftig ist, zahlt sich das aus: Software wird an einem Vorgang statt an zehn Funktionen verständlich, und bei Maschinen und Industrieprodukten trägt der Film die Erklärung über das Vertriebsgespräch hinaus ins Werk. Für Software-Anbieter zeigt die Seite zum CRM-Erklärvideo, wie so eine Vorgangserzählung aussieht.

Achte darauf, dass der Film für Mitentscheider funktioniert, nicht nur für deinen Fan im Unternehmen: keine internen Abkürzungen, keine Anspielungen auf das Gespräch, ein klarer nächster Schritt.

Was ins Briefing gehört

  • Die Kundenfrage in den Worten, die im Gespräch tatsächlich fallen.
  • Ein typischer Anwendungsfall mit klar abgegrenztem Leistungsumfang.
  • Das Wissen, das Zuschauer schon mitbringen.
  • Die nächste Handlung: Rückfrage, Demo oder konkretes Folgegespräch.

Stimme Aussagen über Ergebnisse und Leistungsumfang mit den zuständigen Kollegen ab. Vermeide personenbezogene Kundendaten in Screenshots. Wenn unterschiedliche Branchen andere Voraussetzungen haben, kann eine gemeinsame Kernerklärung mit gezielten Ergänzungen sinnvoller sein als ein Film, der alle Varianten aufzählt. Wie aus dem Briefing ein Sprechertext wird, beschreibt der Leitfaden zum Erklärvideo-Skript.

Prüfe, ob der Film das Gespräch verbessert

Bitte den Vertrieb nach einigen Einsätzen um konkrete Beobachtungen. Welche Frage wurde damit beantwortet? Wo brauchte es noch eine Erklärung? Wird der Film überhaupt im vorgesehenen Gesprächsschritt genutzt?

Verknüpfe diese Rückmeldung mit den nächsten vereinbarten Schritten im Verkaufsprozess. Ein Aufruf allein ist kein Kaufinteresse. Eine kürzere Erklärung oder eine präzisere Rückfrage kann dagegen zeigen, dass der Film im Gespräch hilft, auch wenn der Abschluss später fällt.

Auf Messen gilt dasselbe Prinzip unter anderen Bedingungen: Dort muss die Erklärung ohne Ton und ohne festen Anfang funktionieren. Was eine Standschleife anders macht, zeigt der Beitrag zum Messevideo.

Was kostet ein Vertriebsvideo?

Die Preistreiber sind dieselben wie bei jedem Erklärvideo: Gestaltungsaufwand, Vertonung, Korrekturrunden und die Zahl der Fassungen. Veröffentlichte Anbieterpreise und eine Vergleichsmethode findest du im Beitrag Was kostet ein Erklärvideo? und im Ratgeber zu Erklärvideo-Kosten.

Bei Capri Video kostet ein animiertes Video bis zu zwei Minuten im Start-Abo 2 Credits, also rund 99 € im Monat inkl. MwSt., monatlich kündbar. Dein erstes Video bekommst du als kostenlose Vorschau mit Wasserzeichen und drei Korrekturrunden, ohne Kreditkarte; Skript, Vertonung und Musik sind enthalten. Für eine Serie – etwa ein Ablaufvideo plus zwei Einwandantworten – passt das Wachstum-Abo mit 8 Credits für 299 € im Monat. Das Original ohne Wasserzeichen darfst du unbeschränkt einsetzen, auf der Website, in E-Mails, Präsentationen und Anzeigen.

Mit einer Kundenfrage anfangen

Für ein erstes Projekt reichen eine wiederkehrende Kundenfrage und ein gutes Beispiel. Sieh dir vorab die Stilgalerie an, wenn du eine visuelle Richtung mitgeben möchtest. Besprich das Video mit uns, damit es zu deiner Leistung und deinem Vertriebsablauf passt – oder starte direkt mit deinem Website-Link.

FAQ: Videos im Vertrieb

Was ist ein Sales-Enablement-Video?

Ein kurzer Film, den der Vertrieb gezielt in einem Gesprächsschritt einsetzt: nach dem Erstgespräch, vor dem Angebot oder für die interne Weitergabe. Er erklärt ein Problem, einen Ablauf oder einen Einwand so, dass auch Mitentscheider ohne Vorwissen folgen können.

Wie lang sollte ein Vertriebsvideo sein?

Meist 60 bis 90 Sekunden für eine Frage. Die Zuschauer haben zwar schon Interesse, aber die Kollegen, an die der Film weitergereicht wird, kennen weder dich noch das Gespräch. Lieber zwei kurze Filme für zwei Fragen als ein langer für alles.

Was kostet ein Video zur Vertriebsunterstützung?

Bei Capri Video kostet ein Video bis zu zwei Minuten im Start-Abo 2 Credits, also rund 99 € im Monat inkl. MwSt.; das erste Video bekommst du als kostenlose Vorschau mit Wasserzeichen und drei Korrekturrunden. Bei klassischen Agenturen liegen vergleichbare Filme häufig im vierstelligen Bereich, abhängig vom enthaltenen Umfang.

Wie viele Videos braucht unser Vertrieb?

Einen, um anzufangen: den für die Frage, die heute am meisten Zeit kostet. Erst wenn das Team ihn regelmäßig einsetzt und beschreiben kann, was er im Gespräch verändert, lohnt sich die Erweiterung auf weitere Gesprächsschritte oder Branchenfassungen.

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