Praxis
Erklärvideo: Kosten und Nutzen für dein Unternehmen abwägen
Lohnt sich ein Erklärvideo? Vergleiche Produktionsaufwand und Einsatz im Vertrieb, auf der Website oder im Team. Lege vorab fest, woran du den Nutzen erkennst.
Capri Video · Aktualisiert am · 4 Min. Lesezeit
„Was kostet ein Erklärvideo?“ ist eine nachvollziehbare erste Frage. Für die geschäftliche Entscheidung fehlt aber noch eine zweite: Welches Problem soll der Film an welcher Stelle lösen? Ohne diese Verbindung bleibt selbst ein günstiges Angebot schwer zu bewerten. Ein schön produzierter Film kann wenig beitragen, wenn er die falsche Frage beantwortet oder kaum eingesetzt wird.
Für konkrete Paketpreise nutze unseren Erklärvideo-Preisvergleich. Dieser Beitrag hilft dir bei der anderen Frage: Welchen Beitrag soll das Video für dein Unternehmen leisten und wie lässt sich das später prüfen?
Überlege deshalb zusammen mit dem Budget, wobei der Film helfen soll. Geht es darum, eine erklärungsbedürftige Leistung verständlich zu machen? Sollen Verkaufsgespräche auf einer besseren Grundlage beginnen? Oder soll wiederkehrendes Wissen im Team leichter verfügbar sein? Die Antwort bestimmt, welche Produktion sinnvoll ist und woran du ihren Beitrag erkennen kannst.

Beginne bei einer geschäftlichen Hürde
Eine allgemeine Absicht wie „Wir möchten moderner wirken“ lässt viel Spielraum, aber wenig Orientierung. Präziser ist eine beobachtbare Situation: Interessenten verwechseln zwei Angebote. Das Verkaufsteam erklärt in jedem Erstgespräch denselben Ablauf. Neue Mitarbeitende finden eine wichtige Einführung nur über persönliche Nachfragen.
Beschreibe diese Hürde möglichst konkret. Wer ist betroffen? Welche Information fehlt? Was sollte die Person nach dem Film verstehen oder tun können? So wird aus einer Produktionsidee eine Aufgabe, für die sich ein passender Umfang festlegen lässt.
Dabei kann sich auch zeigen, dass zunächst etwas anderes fehlt: eine klare Positionierung, eine verständliche Leistungsbeschreibung oder ein verbindlicher Prozess. Ein Erklärvideo kann einen guten Zusammenhang sichtbar machen. Es kann keinen unklaren Leistungsumfang für das Unternehmen entscheiden.
Vergleiche den vollständigen Umfang
Wenn du Angebote vergleichst, schau auf die enthaltene Arbeit. Konzept, Text, Gestaltung, Animation, Sprecheraufnahme, Untertitel und vereinbarte Überarbeitungen beeinflussen den Aufwand. Ebenso wichtig sind benötigte Sprachfassungen, Formate, Nutzungsrechte und spätere Anpassungsmöglichkeiten.
Für die eigene Planung kommen gegebenenfalls interne Abstimmung, Einbindung auf der Website und die vorgesehene Verbreitung hinzu. Ein reines Produktionsangebot ist deshalb nicht immer identisch mit dem gesamten Projektaufwand. Halte die Vergleichsgrundlage bei verschiedenen Angeboten möglichst gleich.
Ein enger, gut definierter Film kann für deine Aufgabe wertvoller sein als eine umfassende Unternehmensdarstellung. Wenn vor allem eine bestimmte Kundenfrage im Weg steht, sollte das Budget zuerst in ihre verständliche Beantwortung fließen. Zusätzliche Szenen sind sinnvoll, wenn sie zum Ziel beitragen.
Eine einfache Rechnung macht die Annahmen sichtbar
Nehmen wir ein rein fiktives Rechenbeispiel: Ein Projekt kostet insgesamt 3.600 Euro. Ein tatsächlich zusätzlich gewonnener Kunde trägt nach den für diesen Auftrag relevanten variablen Kosten 900 Euro zur Deckung bei. Unter diesen Annahmen wären vier zusätzliche Kunden nötig, um den Projektbetrag auszugleichen: 3.600 geteilt durch 900 ergibt vier.
Die Zahlen sind frei gewählt. Sie sind weder eine Capri-Video-Preisauskunft noch ein Marktpreis oder eine Ergebnisprognose. Die Rechnung hilft lediglich, die Annahmen zu prüfen. Gemeint ist der zusätzliche Deckungsbeitrag, nicht der Umsatz. Zum Projektbetrag sollten alle Kosten gehören, die du in der Entscheidung berücksichtigen willst.
Die schwierige Frage lautet anschließend: Welche Kunden wären ohne den Film nicht gekommen? Vier neue Kunden insgesamt belegen diesen Beitrag noch nicht. Eine Kampagne, eine veränderte Nachfrage oder bessere Vertriebsgespräche können ebenfalls wirken. Lege deshalb einen Zeitraum fest und halte fest, wie du einen möglichen zusätzlichen Beitrag beurteilen willst.

Nicht jeder Nutzen entsteht durch neue Kunden
Bei Schulung oder Onboarding kann der relevante Beitrag in einer besseren Orientierung liegen. Im Vertrieb geht es vielleicht darum, dass wiederkehrende Grundlagen seltener erklärt werden müssen und mehr Gesprächszeit für den konkreten Bedarf bleibt.
Auch hier helfen tatsächliche Beobachtungen. Welche Rückfragen treten auf? Wie viel Zeit wird für die betreffende Einführung benötigt? Können Mitarbeitende das Gelernte anschließend anwenden? Gesparte Zeit ist allerdings nicht automatisch eine Kosteneinsparung. Der Wert der gesparten Zeit hängt davon ab, wie die frei werdende Kapazität genutzt werden kann.
Wähle wenige Kriterien, die zu deiner Aufgabe passen. Eine hohe Abspielzahl ist kein Ersatz für das Verständnis, das du erreichen willst. Gleichzeitig braucht nicht jedes kleine Projekt ein aufwendiges Messsystem. Eine saubere Ausgangsbeschreibung und gezielte Rückmeldungen können bereits eine nützliche Grundlage schaffen.
So wird aus der Kostenfrage ein brauchbares Briefing
Ein gutes Briefing benennt Zielgruppe, Ausgangsproblem, gewünschte Erkenntnis, Einsatzort und nächsten Schritt. Ergänze vorhandene Inhalte, erforderliche Fassungen und den verfügbaren Budgetrahmen. So lässt sich besprechen, was du brauchst und was es kostet.